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YoHo

Mittendrin und voll dabei

YoHo könnte hamburgisch sein für Ja, geht klar, ist super. Ja zur Lage, mitten-mang zwischen den lebenswertesten und coolsten Stadtteilen, die die Stadt zu bieten hat. Eimsbüttel, da steht das stolze Gründerzeithaus, ist selbst randvoll bester Adressen. Und wird von Eppendorf, der Sternschanze und auch St. Pauli liebevoll und lässig umarmt.

Hier möchte man eine Altbauwohnung haben, das Auto gegen das Fahrrad tauschen und anfangen zu leben. Damit ihr keine Zeit mit der Suche verschwendet, haben unsere Freunde vom schönsten Magazin der Stadt, das ist DER HAMBURGER, ein paar handverlesene Anregungen exklusiv für Euch, unsere Gäste, aufgeschrieben. YoHo.

Front Row Ticket

Eimsbüttel

Ihr seid angekommen, im Stadtteil, in dem auch Hamburger am liebsten wohnen! Die unglaubliche Dichte an Cafés und Restaurants ist belebter Beweis dafür. Eimsbush hat der hippe Jan Delay seine Hood (New York State of mind) getauft, die Hymne von Samy Deluxe lässt heute noch Herzen hoppen. Überall schön, unsere Lieblingsläden verraten wir euch gerne, damit ihr gezielt schlendern könnt: geht los direkt bei uns im Parterre, fliegender Teppich ins Mazza, 1001 Nacht auf der Speisekarte.

Bodenständige Locations haben sich seit vielen Jahren in die Herzen der Bewohner gekocht und gebacken: Esszimmer, das Herzstück. Die Kleine Konditorei ist seit 70 Jahren am Start, ein frisch gebackener Eimsbuscher morgens auf die Hand, nachmittags ’ne Sahneschnitte, und der Tag wird dein Freund. Die Speisekammer kann man getrost als solche betrachten, Frühstück oder Lunch, Dietmar und Tanja teilen ihre Vorräte gern.

Freischwimmer, warum der so heißt später, ist der vielleicht beste Geheimtipp des Viertels: exquisite Küche plus Weine und so erdverbunden, dass sie sogar die Kegelbahn im Keller noch betreiben – hier trifft sich Lokal- bis Globalprominenz. Andenken nicht vergessen, im Stadtkutter bekommt ihr Souvenirs mit Hamburger Herz. International glitzern Jimmy Elsass mit phantastischen Flammkuchen und Momo Ramen, japanische Nudeln schlürfen im Glück, L’Incontro mit Italo-Familienküche, cheeky Pies im Mamalicious und gorgeous Cupcakes bei Bunny & Scott.

Ihr merkt schon, kulinarisch seid ihr hier im Himmel. Auf Erden erwarten euch grüne Wellness-Oasen, die man hier mitten in der Stadt nicht vermutet: gleich hinterm YoHo befindet sich das älteste beheizte Freibad Hamburgs, der Weiher im Eimsbüttler Park ist der perfekte Ort für ein Picknick tête-à-tête, das Kaiser-Friedrich-Ufer ist die Jogging-Promenade des Viertels, erinnern uns daran, dass dies einst ein beschauliches Dorf vor den Toren der Stadt war - einst!

Daydreaming

Eppendorf

One night in Bangkok or a day to remember in Eppendorf? Na, wo ihr schon mal hier seid: Nirgends taucht man so in das Gefühl eines Stadtteils ein wie Dienstag und Freitag, wenn in Eppendorf Isemarkt ist. Nirgends schieben sich die Locals so attraktiv, ernährungsbewusst und regensicher unter der U-Bahnhochbrücke auf der Suche nach den erlesensten Spezialitäten, die die Welt und das Hamburger Umland zu bieten haben. Nach einem knappen Kilometer ist Schluss am Eppendorfer Baum. Dann geht es zurück, die Mutter aller Wochenmärkte hat auch hübsche Töchter auf der anderen Seite. Zwei perfekte Pausenstopps liegen am Wegesrand. Die legendäre Brücke an der Ecke Ise/Innocentia, wo seriöse Stadtprominenz sich mit wachen Augen unaufgeregt aufmerksam bei Espresso, Grauburgunder und Wiener Schnitzel zeigt. Und Ecke Ise/Klosterallee, wo auch Kinderwagen Platz zur Kaffeespezialität z.B. im TH2, zur Pokè im Lawaii oder am Ufer der Isebek im Little Amsterdam finden.

Extra: Spotlight Klosterallee, Der Hamburger Nummer 44.

Der Weg ist hier Ziel genug. Zu Fuß ein Viertelstündchen ab YoHo oder per StadtRad, Station gleich an der U-Bahn Christuskirche, entspannt am Kaiser-Friedrich-Ufer – beliebte Laufstrecke übrigens – entlang, der famose Markt beginnt gegenüber der U-Bahn Hoheluftbrücke (Pssst, Geheimtipp Restaurant Klinker neben Kino-Urgestein Holi gleich um die Ecke), auf der Straße, die Insider in Fiese, Miese und Ise unterteilen, ist im fiesen und miesen Teil, wobei das generell fishing for compliments ist. Am Ende des Marktes ist der Eppendorfer Baum.
Option 1: über die Straße ins Kaufrausch, kleinstes Kaufhaus der Stadt oder – Option 2 - links und dann wieder links für Sex in the City-Feeling auf hamburgisch in die Hegestraße, wo schicke kleine Läden und Boutiquen zu Lustkäufen verführen. Ach ja, treiben lassen Richtung YoHo der Nase nach über Lehmweg.

Am Ende bei Balz und Balz für die geile Tour mit Weltstulle und bestem Kaffee belohnen. Zur Orientierung, U-Bahn Hoheluft ist in Sichtweite.

Backstage

St. Pauli

Reeperbahn, die geile Meile, lassen wir außen vor. In einigen Nebenstraßen, die man zugegebenermaßen kennen muss, ist das Pauli, das wir lieben. Hier im Fokus: die bunte und kontrastreiche Paul-Roosen-Straße, gefährliches Grenzgebiet, weil man sich dort so gut verlieren kann bei Essen, Wein und Cocktails. An der Ecke Roosen/Am Brunnenhof kugeln die Perlen wild und schulterschließend aneinander, der urgemütliche Krug, wo der Koch auf winzigem Herd hinterm Tresen verzückt, das Haebel und ggü/die XO Seafoodbar, Starkoch Fabio Haebels persönlicher Walk of Fame, der lässige Weinladen von Steph, nebenan das Clockers, lässige Ginbar, um die Ecke das Standard, erste Anlaufstelle für italienische Aperitivo Kultur an der Elbe.

Kaum ist das Wetter gut, lebt die Straße, Gläser klingen, selbstbewusste Frauen lachen, trotzdem gänzlich prollfreie Zone. Wenn ihr eine strahlende Frau mit Ukulele im Arm seht, schließt euch Stefanie Hempels Beatles-Tour an, die Fab Four mögen aus Liverpool stammen, als Band gefunden haben sie sich auf unserem Kiez. Das reicht eigentlich für ein ganzes Wochenende. Beginnen könnt ihr den Tag im oder vorm kraweel, Paul-Roosen 6, wo jedes Brötchen glücklich wäre, würde es auf diese delikate Karte schaffen.

Extra: Spotlight Paul-Roosen-Straße, Der Hamburger, Nummer 32

10 Minuten per StadtRad oder gute halbe Stunde – schöner Gang – zu Fuß ab YoHo, wenn ihr nicht auf dem Weg schon verloren geht. Z.B. über Weidenallee, abends mit Witwenball und Gault Millau-Tipp Jellyfish. Oder direkt via Schulterblatt mit der immer lebensbejahenden Piazza, dem Craftbeer-Eldorado vom Galopper des Jahres und dem frankophilen Supertipp Bistro Carmagnole, Juliusstraße 18.

Melting Pot

Schanzenhöfe

In den Backsteinmauern der sanierten Viehmarkthallen schlägt immer noch das stolze Herz seliger Schlachtbullen. Unter der Lagerstraße durch wurden sie zum Schlachthof geführt. Die Halle, in der heute Tim Mälzers Bullerei ist, hieß "Halle für Kälber und Versandschweine". Nur eine Anekdote, geschlachtet wird hier eh nicht mehr und längst sind dem Standortpionier und Oberbullen Mälzer, der sich öfter in seinem ständig brummenden Lieblingsladen sehen lässt als man glaubt, weitere gefolgt, den Fernsehturm im Blick, den S-Bahnhof Sternschanze direkt nebenan, z.B. Thomas und Annika, die die schönsten Kaffees der Welt fair und persönlich einkaufen, um sie im Elbgold stilecht und vor Glück strahlend aufzubrühen, die wiederbelebte Hamburger Ratsherrn-Brauerei mit dem Alten Mädchen nebenan, wo man auch andere Biere zur rustikalen Küche durchtrinken kann.

Logisch, dass nebenan der größte Craftbeer-Shop der Stadt ist. Bei Frida sollte man mal reinschauen, Rahmen in allen Größen und Farben, aber nicht von der Stange. Kappich, so heißt Frida, und Piel ist ganz großes Handwerk. Und Galerie. Viel hipper als Schanzenhöfe geht es nicht, die Online Marketing Rockstars, kurz OMR, haben auf dem Gelände ihr Hauptquartier. 15 Fußminuten ab YoHo, Katzensprung per Fahrrad, jeweils über Weidenallee und Schanzenstraße.

Extra: Im Hamburger Nummer 34 erschien das Spotlight Schanzenhöfe.

Urlaubsort

Alster

„Lass uns um die Alster gehen“, sagt man in Hamburg, wenn man sich mal wieder so richtig ausquatschen will. Auch bei Joggern beliebt, die schaffen die Runde angeblich in 25 Minuten. 7,4 Kilometer misst die Strecke um Hamburgs weitesten Fluss, denn die Alster ist kein See, auch wenn sie die Silhouette der Innenstadt prägt. Aufgestaut schon vor fast tausend Jahren, übrigens um Hamburg zum Bier-Exportmeister der Hansezeit zu machen. Noch heute sieht man beim gemächlichen Spaziergang, den wir vorschlagen (eher zweieinhalb Stunden), alles was man gesehen haben muss zumindest von weitem: das Rathaus, die Hauptkirchen, die Blüte der japanischen Kirschen im Frühjahr, sogar die Elbphilharmonie - dazu jede Menge Hamburger. Pause einlegen und Füße ins Wasser auf Bodo’s Bootssteg, in der Alsterperle den schönsten Blick auf den Sonnenuntergang durch ein Glas Alsterwasser genießen, Haute Cuisine im Lakeside hoch oben im Fontenay – Traumblick auch von der Dachterrasse der Bar.

Nur auf der Alster ist es noch schöner: Hop-on-Hop-off mit dem Alsterdampfer ab Fährdamm oder Rabenstraße direkt in die City, per Tretboot in Schwanenform, schicker Holzsegeljolle oder SUP-Board mit Unterbodenbeleuchtung in den Abend rein schippern und die Kanäle erkunden. So würden die Einheimischen das machen. Das beste für euch: unser hanseatisches Naherholungsgebiet ist mir dem StadtRad nur 10 Minuten vom YoHo entfernt. Und falls ihr den Weg über Pöseldorf nehmt – nicht ganz schnöselfrei, aber liebenswert – sperrt in der Milchstraße die Ohren auf, vielleicht wird an Hamburgs Hochschule für Musik und Theater mal wieder im Freien geprobt.

Extra: Im Hamburger Nummer 39 das Spotlight Pöseldorf.

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